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  • Bruno Blum

Die rätselhafte Nusswanderung...

Eine nicht ganz ernst gemeinte Beobachtung eines «Naturphänomens»


In unserer heutigen modernen Zeit haben wir in Gesellschaft und Wissenschaft ja oft das Gefühl, (fast) allen Geheimnissen dieser Welt bereits auf die Spur gekommen zu sein. Umso mehr war ich erstaunt, als ich kürzlich in der Schoggi-Werkstatt ein neues, bisher vollkommen unbekanntes Natur-Phänomen entdeckte: die rätselhafte Nusswanderung.


Wenn ich jeweils meine Schoggi-Sorte «Knacknuss» mit den schönen, grossen Haselnüssen «Tonda Gentile Trilobata» aus dem Piemont bestücke, dann lege ich Nuss um Nuss von Hand auf die Tafel und verteile sie so, dass sie für das Auge ein möglichst schönes Bild ergeben. Dabei ist mir bewusst nicht geometrische Exaktheit wichtig – aber ich achte darauf, dass die Nüsse in harmonischen Abständen voneinander platziert sind.


Umso mehr habe ich kürzlich gestaunt, als ich eine Tafel nach der Sofort-Kühlung am anderen Morgen aus dem Klimagerät nahm: da hatte sich doch tatsächlich eine Nuss über Nacht heimlich von ihrem Platz davongeschlichen, war zu ihrer Nachbarin hinübergerutscht und schmiegte sich ganz dicht an sie. (Siehe Foto unten) Ja mehr noch: es schien, als würden sich die beiden zärtlich Küssen...!



«Huch, was ist denn hier passiert?», dachte ich. Sowas hatte ich bisher bei einigen hundert «Knacknuss»-Tafeln noch nie erlebt. Hat die Nuss Beine bekommen? Oder liegt die Erklärung vielleicht in einer Tatsache, die wir Menschen bisher glattweg übersehen haben? Nämlich in der Tatsache, dass auch Haselnüsse Gefühle haben, Zuneigung verspüren, sich gegenseitig voneinander angezogen fühlen? Haben Haselnüsse sogar ein Liebesleben?


Jedenfalls war ich so fasziniert von diesem Haselnuss-Pärchen, dass ich es nicht übers Herz bracht es zu trennen. Verkaufen kann ich eine solche Tafel natürlich nicht. Und normalerweise esse ich eine solche «Ausschuss-Tafel» einfach selber (denn auch der Schoggimacher lebt nicht nur vom Brot alleine...;-)


Aber in diesem Fall habe es nicht übers Herz gebracht, diese Tafel zu essen. Sondern ich habe ihr ein schönes, abgeschiedenes Plätzchen in einem meiner Klimageräte gegeben, wo die Tafel nicht von anderen Tafeln gestört wird und die beiden verliebten Haselnüsse in Ruhe ihre Zweisamkeit geniessen können...


Jetzt hoffe ich einfach, dass diese Liebesbeziehung eine ernstgemeinte Sache ist. Sonst wird die Situation für die beiden Nüsse ziemlich ungemütlich. Denn trennen können sie sich ja leider nicht mehr – denn seit die Schokolade ausgekühlt und gehärtet ist, können sie sich nicht mehr bewegen und sich also nicht mehr voneinander abwenden...


Und so wünsche ich diesem Liebespärchen eine süsse Beziehung – bis dass das Ablaufdatum der Schoggi sie scheidet...;-)







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