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  • Bruno Blum

C' est le ton, qui fait La Schoggi...


Heute möchte ich Euch ein kleines «Betriebsgeheimnis» verraten, bei dem Viele vermutlich zuerst ein bisschen mitleidig lächeln. Aber nach dem Lesen möglicherweise ziemlich erstaunt sein werden...


Bis vor einiger Zeit war ich bei der «medialen» Begleitung zum Schoggimachen ziemlich wahllos: manchmal war es in der Schoggi-Werkstatt ganz still und man hörte nur das Summen des Melangeurs und das «Klappern» der Formen, wenn ich die Schoggi nach dem Giessen solange auf dem Tisch «klopfe», bis sie perfekt ist. Manchmal hörte ich einen beliebigen Radiosender, mal Nachrichten, mal irgendeinen Beitrag, mal Musik. Es gab auch Momente, da schaute ich bei besonders monotonen Tätigkeiten mit einem Auge TV – Tagesschau, 10 vor 10, Diskussionssendungen usw.


Dann machte ich eine unglaubliche Entdeckung: Irgendwann blieb ich mal zufälligerweise auf dem Sender «SRF Musikwelle» hängen. Ja, genau jener Sender, der von Vielen mitleidig belächelt wird und eh nur von «älteren Leuten ohne Musikgeschmack» gehört wird (so das Vorurteil von vielen Menschen). Der Sender also, der den ganzen Tag «seichte» Musik bringt: Schlager, Oldies, Völkstümlich – einfach das, was das Herz zum Hüpfen bringt und den Geist beruhigt...


Das Erstaunliche für mich aber war: diese Musik beruhigt nicht nur den Geist – sondern auch die Schokolade! Zuerst konnte ich es gar nicht glauben und vermutete einen Zufall. Aber mit der Zeit stellte ich fest, dass die Schoggi immer dann besonders fliessend und homogen ist, wenn ich SRF Musikwelle höre!


Woran das liegen könnte? Hmmm, ich habe zwei Vermutungen: 1. Die Musik macht mich selber ruhig(er) und das wirkt sich auf meinen Arbeitsfluss und damit mein «Handling» der Schoggi aus. 2. Etwas «gewagter»: Schokolade besteht ja aus einer komplexen Struktur verschiedener Kristallen. Und wenn man ein bisschen in der Literatur über das Thema Schwingungen recherchiert, dann ist es gar nicht so abwägig, dass sich der Tonteppich im Raum auf eben diese Kristallstruktur auswirkt. Und die SRF Musikwelle ist – nicht nur bezüglich Musik, sondern auch in Sachen Moderationen – ein sehr lieblicher, harmonischer und unaufgeregter Sender. Könnte es also tatsächlich sein, dass hiermit in etwa dieselbe Wirkung eintritt, von der auch viele Bauern berichten? Dass ihre Kühe nämlich mehr und bessere Milch geben, wenn im Stall Ländlermusik ertönt?


Ich weiss den wahren Grund natürlich nicht. Hauptsache, die Schokolade fliesst gut. Und so wurde ich durch durch das Schoggimachen zum Stammhörer der SRF Musikwelle...;-)

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